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28 - 30 April 2017

Janin Walter

WABI SABI III

Wabi Sabi kommt aus Japan. Es ist ein ästhetisches Konzept der Wahrnehmung von Schönheit und bildet den Maßstab der japanischen Kunstbewertung. Wabi Sabi ist nicht übersetzbar. Es ist eine Begriffseinheit. Nicht die Schönheit ist das Höchste, sondern das Unvollkommene.

Für Jeden kann das Schöne etwas Anderes sein. Für den Einen sind es die glatten Neubauten mit den formlosen Fenstern, die sauberen Fassaden, die perfekt aufgeräumten Plätze, der stets auf eine Länge geschnittene Rasen und die perfekte Linie beim Schneiden der Hecke... Für die Anderen dürfen die vom Wind auf den Rasen gewehten Blütenblätter liegen bleiben. Der Augenblick bekommt durch das Zufällige eine unverwechselbare Gestalt. Eine alte Scheune bietet sich für diese als Fotoobjekt an, weil sie mit ihr das Unvollkommene einfangen können. Das Schöne wird im Zufälligen, in der Unvollkommenheit und in dem Nicht-Perfekten gesehen. Stadtansichten mit Wohnspuren und Anzeichen des Verfalls zählen auch dazu. Nichts bleibt so, wie es ist. Nichts ist abgeschlossen, nichts ist perfekt. Schönheit als Vergänglichkeit des Lebens zu zeigen ist das Ziel. Ist es in der Kunst möglich, Fehler zuzulassen? Wenn man sie zuließe, käme da nicht der Hang zur Perfektion durch? Und fände man dann das eigene Werk noch schön? Wenn man die Imperfektion als ästhetischen Maßstab setzt, diese jedoch nicht aushält, ist es dann ein Wabi Sabi failure?

Text: Erika Walter für jawaberlin


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